Veröffentlicht am 12. August 2022

Pressebericht in der MAZ „Jüterboger WIB homecare baut Angebot aus“

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Pressebericht in der MAZ vom 22.07.22. Von Uwe Klemens

"Jüterboger WIB homecare stockt Betreuungsangebot auf"

Jüterbog. Wer über die Flure der Jüterboger WIB homecare GmbH läuft, kann heute nur noch erahnen, wie hektisch es zuging, wenn Ärzte und Schwestern durch die Gänge des einstigen Krankenhauses eilten. Trotz des massiven Protestes der Öffentlichkeit wurde das von den Johannitern betriebene Krankenhausc kurz nach seinem 150. Geburtstag 2006 geschlossen. Der rote Klinkerbau, der zu den stadtbildprägenden Gebäuden gehört, blieb erhalten. Dass nach und nach auf den drei Etagen neue Mieter einzogen, wissen die wenigsten.

Die 2009 von Mandy Groth gegründete WIB GmbH, die 2011 zwei der drei Etagen bezog, ist dort seither der größte Mieter. „Wachkoma, Intensivpflege und Beatmung“ verbirgt sich hinter den drei Buchstaben, verrät eine Tafel im Eingangsbereich. Dass es sich um eine reine Wachkoma-Station mit kaum oder gar nicht ansprechbaren Patienten handelt, ist ein Trugschluss. Denn Wachkoma-Patienten die beatmet werden müssen, sind in der Minderzahl.

„Unsere Patienten sind solche, die zu krank für die Pflege und zu gesund fürs Krankenhaus sind. Nur zum Teil müssen sie durchgängig beatmet werden, oder wir müssen dafür sorgen, dass nach einem Luftröhrenschnitt die Atemwege nicht verschleimen“, erläutert Co-Geschäftsführer Marian-Willi Beyer, der einer der ersten Mitarbeiter war und bis heute Teil des auf inzwischen auf 30 Mitarbeiter angewachsenen Teams ist.

„Das Alter unserer Patienten liegt zwischen Mitte 20 bis hoch in die 90er Jahre. Die Ursachen, warum sie zu uns kommen, können Krankheiten und Unfälle sein. Nur Kinder haben wir bisher noch keine aufgenommen. Ich selbst würde dabei wahrscheinlich emotional an meine Grenzen stoßen und möchte auch meine Mitarbeiter dem nicht aussetzen“, erläutert Groth. Denn während man sich bei Erwachsenen damit trösten kann, dass sie vor ihrem schweren Schicksalsschlag vermutlich ein lebenswertes Leben leben konnten, ist das bei Kindern etwas gänzlich anderes.

Patienten im Grenzbereich

Immer häufiger geschieht es, dass Patienten oder deren Angehörige um Hilfe bitten, die sich irgendwo im Grenzbereich zwischen Intensiv- und normaler Pflegebedürftigkeit befinden. „Schon vor drei Jahren hatten wir deshalb die Idee, dass wir unsere freien Betten mit solchen Patienten belegen können, unabhängig davon, ob überhaupt oder welchen Pflegegrad sie haben“, sagt Groth. Als Corona kam und in allen medizinischen Einrichtungen plötzlich ganz andere Dinge wichtiger wurden, wurde die Idee zurückgestellt.

Das Herrichten weiterer Patientenzimmer ist nun der nächste Schritt, um künftig noch mehr der leichteren Pflegefälle versorgen zu können. Keinesfalls wolle man dabei die Kapazität eines Pflegeheimes erreichen, sondern sieht die Erweiterung als Ergänzung zur Intensivpflege als Kernkompetenz, sagt Groth. „Derzeit reden wir über die Aufstockung um fünf Betten, damit wir unseren eigenen Qualitätsanspruch bei der Pflege und Betreuung der Patienten auch weiterhin aufrechthalten“, blickt die Geschäftsführerin voraus. Der Zusatz „homecare“ im Namen der GmbH klingt nicht nur moderner, sondern ist zugleich auch Programm.

Angehörige sind ein wichtiger Teil

Denn die Patientenzimmer sind weit davon entfernt, wie das klassische Krankenhauszimmer zu wirken, sondern ähneln eher mit medizinischem Gerät ergänzten Wohnzimmern. Eine wichtige Rolle im Konzept spielen dabei auch die Familien, die bei ihren pflegebedürftigen Angehörigen so oft und so lange verweilen dürfen wie sie möchten und zum Teil sogar übernachten. „Jeder Angehörige, der morgens im Bademantel zum Kaffeeholen über den Flur schlurft, ist eine Bereicherung für alle“, sagt Beyer.

„WIB homecare war für uns ein Glücksfall“

Eine der Angehörigen, die sich im Juli 2020 an WIB homecare wandte, war Carola Leisner.

Wir sprachen mit Carola Leisner über die Zeit im Krankenhaus, warum WIB homecare ein Glücksfall für sie war und wie es ihrem Mann heute geht. weiterlesen