Veröffentlicht am 3. Dezember 2017

„Frau Groth hat mich zum Pflegeberuf gebracht“ – Interview mit Vanessa Kaplick

Mandy Groth demonstriert Vanessa das Anlegen der Trachealkanüle
Mandy Groth demonstriert Vanessa das Anlegen der Trachealkanüle
"Frau Groth hat mich zum Pflegeberuf gebracht"

WIB homecare liegt der Pflegeberuf am Herzen. Unserer Geschäftsführerin Frau Groth ist es daher besonders wichtig, junge Menschen für die Arbeit zu begeistern und auf ihrem Berufsweg zu unterstützen.

Vanessa Sandra Kaplick hat in diesem Jahr erfolgreich ihre Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin absolviert. Bereits kurz vor ihrer Abschlussprüfung erhielt sie ein Stellenangebot vom Evangelischen Diakonistenhaus in Berlin-Teltow. Seit dem 1. Oktober arbeitet sie dort im Frühdienst in der Behandlungspflege von älteren Menschen.

Wir sprachen mit Vanessa über ihre Berufswahl und wie das private Engagement von Frau Groth entscheidend dazu beitrug.

Vanessa, du hast im Alter von 16 Jahren ein Praktikum bei WIB homecare begonnen. Wie hat dir das in deiner Berufsfindung geholfen?
Frau Groth war damals meine Nachbarin und hat mir viel vom Pflegeberuf erzählt. Mich hat das sehr interessiert und ich durfte ein Praktikum bei WIB homecare beginnen. Hierbei wurde mir klar, dass mich Pflege interessiert. Jedoch bin ich ein Mensch, der gerne mit den Patienten reden möchte, was im Bereich der Wachkoma- und Intensivpflege nicht so möglich ist. Insofern habe ich mich auch durch Gespräche mit Frau Groth für die Altenpflege als Berufsfeld entschieden.

Wie konnte Frau Groth dir dann weiter helfen?
Sie hat mir viel erklärt, mir bei den Bewerbungen geholfen, einen Laptop mit mobilem Internetzugang zur Verfügung gestellt. Mit 16 Jahren war ich damals eigentlich zu jung, um die Ausbildung zu beginnen. Letzlich hat Sie mir den Kontakt zu einem Pflegeheim hergestellt, in dem ich meine Lehrstelle antreten konnte. Auch später innerhalb der Ausbildung hat Sie mich unterstützt: bei Hausaufgaben und in Vorbereitung auf das Examen, insbesondere was die Fachsprache betrifft. Manchmal haben wir an Wochenenden bei ihr zu Hause auch praktische Übungen an Geräten gemacht. Das hat sich sicher positiv auf die Noten ausgewirkt.

Was ist dir von deiner Ausbildung besonders in Erinnerung geblieben?
Im zweiten Lehrjahr hatte ich mit einem Patienten zu tun, den ich von Beginn an betreut habe. Dieser Mensch hat sich im Laufe der Zeit immer stärker verändert, abgebaut und schließlich habe ich ihn bis in den Tod begleitet. Ich habe für mich ganz intensiv gemerkt, dass es vor allem die Kleinigkeiten sind, die den Unterscheid machen können. Ein Glas Wasser bringen, aufmerksam sein – solche Dinge. Das hat mich sehr berührt.

Mittlerweile arbeitest du in Vollzeit. Mit was für Schwierigkeiten bist du in deinem Arbeitsalltag konfrontiert?
Es ist vor allem eine Frage der Zeit. Wir betreuen hier sehr viele Menschen und es bräuchte mehr Personal, um mehr Zeit für jeden Einzelnen zu haben.

Hast du Wünsche für die Zukunft?
Ich bin erstmal sehr zufrieden wo ich jetzt bin und gewöhne mich an das Arbeitsleben: Geld verdienen, eine eigene Wohnung haben. Fachlich möchte ich mich perspektivisch auf den Bereich der Wundpflege spezialisieren. 

Vielen Dank für das Gespräch.